Quellensteuer

Kurz erklärt: Die Quellensteuer ist eine Steuer, die das Herkunftsland einer Aktie direkt von der Dividende abzieht, bevor sie bei dir ankommt.

Kaufst du eine US-, Schweizer oder französische Aktie, behält der jeweilige Staat einen Teil der Dividende ein. In Deutschland wird ein Teil davon auf die Abgeltungsteuer angerechnet, damit du nicht doppelt zahlst. Die Grundlage dafür sind Doppelbesteuerungsabkommen.

Beispiel USA

Bei US-Aktien werden in der Regel 15 % Quellensteuer einbehalten, sofern dein Broker das Formular W-8BEN für dich hinterlegt hat (bei vielen deutschen Brokern geschieht das automatisch). Diese 15 % werden in Deutschland voll angerechnet. Du zahlst hier also nur noch die Differenz zur deutschen Steuer.

Wo es teurer wird

Einige Länder behalten mehr ein, als in Deutschland angerechnet wird – etwa die Schweiz mit 35 %. Den Überschuss kannst du dir nur über einen Antrag im Ausland zurückholen, was oft aufwendig ist. Bei der Aktienauswahl lohnt es sich daher, die Quellensteuer des Landes im Blick zu behalten.

Stand: 2026. Keine Steuerberatung – Sätze und Verfahren können sich ändern.

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