BASF-Dividende: Was nach der Kürzung auf 2,25 Euro zu erwarten ist

BASF-Dividende 2026: 2,25 Euro je Aktie

Über viele Jahre galt BASF als Musterbeispiel für eine verlässliche Dividende: Jahr für Jahr ein paar Cent mehr, nie eine Kürzung. Das änderte sich 2025, als der Chemiekonzern die Dividende von 3,40 auf 2,25 Euro senkte. In meinem Dividenden-Score für den DAX kommt BASF heute nur noch auf 66 Punkte.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 2,25 Euro (unverändert zum Vorjahr)
  • Hauptversammlung: 30. April 2026
  • Ex-Tag: 4. Mai 2026, Zahltag: 6. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4,4 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Zusage: mindestens 2,25 Euro je Aktie pro Jahr bis 2028

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20152,80 €–
20162,90 €+3,6 %
20173,00 €+3,4 %
20183,10 €+3,3 %
20193,20 €+3,2 %
20203,30 €+3,1 %
20213,30 €±0 %
20223,40 €+3,0 %
20233,40 €±0 %
20243,40 €±0 %
20252,25 €−33,8 %
20262,25 €±0 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr. Quelle: BASF Investor Relations.

Interessant ist der Verlauf vor der Kürzung: Schon ab 2022 stagnierte die Dividende bei 3,40 Euro, obwohl die Gewinne bereits deutlich gefallen waren. BASF hat die Ausschüttung damals länger gehalten, als es das Geschäft eigentlich hergab. Für Anleger ist das ein wichtiges Warnsignal: Eine Dividende, die jahrelang nicht mehr steigt, während die Gewinne sinken, ist oft der Vorbote einer Kürzung.

Die neue Dividendenpolitik

Seit 2025 verfolgt BASF ein neues Modell: Für die Jahre 2025 bis 2028 will der Konzern mindestens 12 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückgeben. Davon sollen rund 8 Milliarden Euro über die Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie fließen, der Rest über Aktienrückkäufe. Die 2,25 Euro sind damit vorerst die Untergrenze.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score66 von 100
Dividendenrendite4,39 %
Ausschüttungsquote35 %
Dividendenwachstum−9,8 % p. a.
KGV18,5
Stand: 14. Oktober 2026.

Die Risiken

  • Energiekosten: Der Stammsitz Ludwigshafen braucht riesige Mengen Gas. Hohe Energiepreise in Europa belasten BASF stärker als Wettbewerber in den USA oder im Nahen Osten.
  • Konjunktur: Chemie steckt in fast allen Produkten. Schwächelt die Industrie, etwa die Autobranche, sinkt die Nachfrage sofort.
  • Umbau: BASF baut Anlagen in Deutschland ab und investiert stark in China. Ob sich das auszahlt, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.

Mein Fazit

Nach der Kürzung ist die Dividende von BASF solider abgesichert als vorher: Die Ausschüttungsquote liegt bei nur noch 35 Prozent, und es gibt eine klare Mindestzusage bis 2028. Ein Dividendenwachstumswert ist BASF damit aber vorerst nicht mehr. Wer auf steigende Ausschüttungen setzt, findet im DAX bessere Kandidaten. Wer eine stabile Rendite von gut 4 Prozent sucht und an eine Erholung der Chemie glaubt, kann BASF genauer prüfen.

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Mercedes-Benz-Dividende: Hohe Rendite, aber sinkende Ausschüttung

Mercedes-Benz-Dividende 2026: 3,50 Euro je Aktie

Mit knapp 9 Prozent hat Mercedes-Benz die höchste Dividendenrendite im DAX. Auf den ersten Blick ein Traum für Dividendenanleger. In meinem Dividenden-Score für den DAX landet der Autobauer trotzdem nur bei 77 Punkten, hinter Werten mit halb so hoher Rendite. Hier zeige ich, warum.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 3,50 Euro (Vorjahr 4,30 Euro, ein Minus von knapp 19 Prozent)
  • Hauptversammlung: 16. April 2026
  • Ex-Tag: 17. April 2026, Zahltag: 21. April 2026
  • Dividendenrendite: knapp 9 Prozent (Stand Oktober 2026)

Die Dividendenhistorie seit 2017

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20173,25 €–
20183,65 €+12,3 %
20193,25 €−11,0 %
20200,90 €−72,3 %
20211,35 €+50,0 %
20225,00 €+270,4 %
20235,20 €+4,0 %
20245,30 €+1,9 %
20254,30 €−18,9 %
20263,50 €−18,6 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr. Bis 2021 als Daimler AG.

Die Tabelle zeigt das Grundproblem: Die Dividende von Mercedes-Benz folgt eng dem Gewinn, und der schwankt in der Autoindustrie stark. Im Corona-Jahr 2020 brach sie um über 70 Prozent ein. Nach den Rekordjahren 2021 bis 2023, als knappe Chips und hohe Preise die Margen in die Höhe trieben, sinkt sie seit 2025 wieder. Ende 2021 hat der Konzern außerdem sein Lkw-Geschäft als Daimler Truck abgespalten, deshalb sind die Jahre davor nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score77 von 100
Dividendenrendite8,91 %
Ausschüttungsquote66 %
KGV6,5
Stand: 14. Oktober 2026.

Warum die Rendite so hoch ist

Eine Rendite von fast 9 Prozent bei einem KGV von 6,5 heißt: Die Börse traut den aktuellen Gewinnen nicht. Die Gründe kennt jeder, der die Autobranche verfolgt:

  • China: Der wichtigste Einzelmarkt für Mercedes ist hart umkämpft, chinesische Hersteller setzen den deutschen Premiummarken stark zu.
  • Elektro-Umstieg: Neue Plattformen und Batteriefabriken kosten Milliarden, während die Margen bei Elektroautos bisher niedriger sind.
  • Zölle und Handelskonflikte: Mercedes exportiert viel, unter anderem in die USA. Höhere Zölle drücken direkt auf den Gewinn.

Mein Fazit

Mercedes-Benz ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum ich nicht nach der höchsten Rendite sortiere. Die Dividende ist hoch, aber sie ist in den letzten zwei Jahren gesunken und hängt stark an einer zyklischen Branche. Wer hier kauft, sollte nicht mit 3,50 Euro als Untergrenze rechnen. Mehr zum Thema in meiner Übersicht Hohe Dividende oder Dividendenfalle?

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Deutsche-Telekom-Dividende: Historie, Rendite und Ausblick

Deutsche-Telekom-Dividende 2026: 1 Euro je Aktie

Die Deutsche Telekom ist die Volksaktie schlechthin, und viele Anleger halten sie vor allem wegen der Dividende. 2026 hat der Konzern erstmals einen vollen Euro je Aktie ausgeschüttet. In meinem Dividenden-Score für den DAX kommt die Telekom auf 85 von 100 Punkten.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 1,00 Euro (Vorjahr 0,90 Euro, ein Plus von gut 11 Prozent)
  • Hauptversammlung: 1. April 2026
  • Ex-Tag: 2. April 2026, Zahltag: 8. April 2026
  • Dividendenrendite: rund 4 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Hauptversammlung: 14. April 2027

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20150,50 €–
20160,55 €+10,0 %
20170,60 €+9,1 %
20180,65 €+8,3 %
20190,70 €+7,7 %
20200,60 €−14,3 %
20210,60 €±0 %
20220,64 €+6,7 %
20230,70 €+9,4 %
20240,77 €+10,0 %
20250,90 €+16,9 %
20261,00 €+11,1 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Die Telekom hat ihre Dividende in elf Jahren verdoppelt. Es gab aber auch einen Rückschritt: 2020 sank die Dividende von 0,70 auf 0,60 Euro, weil der Konzern Geld für die Fusion seiner US-Tochter T-Mobile US mit Sprint und den Netzausbau brauchte. Seitdem steigt sie wieder Jahr für Jahr und hat das alte Niveau längst übertroffen.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score85 von 100
Dividendenrendite4,00 %
Ausschüttungsquote80 %
Dividendenwachstum10,8 % p. a.
KGV10,2
Stand: 14. Oktober 2026.

Die Ausschüttungsquote von 80 Prozent wirkt hoch. Sie bezieht sich auf den ausgewiesenen Gewinn, den hohe Abschreibungen auf Netze und Frequenzen drücken. Die Telekom selbst richtet ihre Dividende am bereinigten Gewinn je Aktie aus, gemessen daran ist die Quote deutlich niedriger. Ein großer Teil des Gewinns kommt inzwischen von T-Mobile US, die selbst eine Dividende an die Telekom zahlt.

Die Risiken

  • Abhängigkeit von den USA: T-Mobile US ist der Wachstumsmotor. Läuft es dort schlechter oder schwächelt der Dollar, spürt das der ganze Konzern.
  • Investitionsbedarf: Glasfaser- und Mobilfunkausbau verschlingen jedes Jahr Milliarden. Das begrenzt, wie schnell die Dividende steigen kann.
  • Schulden: Die Telekom ist hoch verschuldet. Steigende Zinsen machen die Finanzierung teurer.

Mein Fazit

Die Telekom ist kein Dividendenwunder, aber ein verlässlicher Zahler mit stetigem Wachstum und einem sehr berechenbaren Geschäft. Als einer der ersten DAX-Zahler im Jahr (Anfang April) passt sie gut in ein Depot, das seine Dividenden über mehrere Monate verteilen soll.

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Wo steht die Telekom im Vergleich zu Allianz, Münchener Rück und Co.?

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Hannover-Rück-Dividende: Historie, Rendite und Ausblick

Hannover-Rück-Dividende 2026: 12,50 Euro je Aktie

Hannover Rück ist der kleinere der beiden großen deutschen Rückversicherer und gehört mehrheitlich zum Talanx-Konzern. In meinem Dividenden-Score für den DAX liegt sie mit 89 Punkten gleichauf mit der Münchener Rück.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 12,50 Euro (Vorjahr 9,00 Euro einschließlich Sonderdividende)
  • Hauptversammlung: 6. Mai 2026
  • Ex-Tag: 7. Mai 2026, Zahltag: 11. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4,7 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Zahlung: voraussichtlich Mai 2027

Die Entwicklung der letzten Jahre

ZahlungsjahrReguläre DividendeSonderdividendeGesamt
20235,00 €1,00 €6,00 €
20246,00 €1,20 €7,20 €
20257,00 €2,00 €9,00 €
202612,50 €–12,50 €
Ausgezahlt jeweils im Mai für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Typisch für Hannover Rück war über viele Jahre die Kombination aus regulärer Dividende und Sonderdividende. Die Sonderzahlung gab es immer dann, wenn das Unternehmen mehr Kapital hatte, als es für sein Geschäft brauchte. Für Anleger heißt das: Der reguläre Teil ist die verlässliche Basis, der Sonderteil ein Bonus, mit dem man nicht fest rechnen sollte. 2026 hat Hannover Rück keine Sonderdividende ausgewiesen, aber die Gesamtausschüttung trotzdem um fast 40 Prozent erhöht.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score89 von 100
Dividendenrendite4,68 %
Ausschüttungsquote46 %
Dividendenwachstum21,4 % p. a.
KGV11,4
Stand: 14. Oktober 2026.

Die Risiken

  • Großschäden: Wie jeder Rückversicherer trägt Hannover Rück am Ende die Kosten großer Naturkatastrophen. Ein schweres Schadenjahr kann den Gewinn und damit den Spielraum für die Dividende deutlich verringern.
  • Preiszyklus: Die Preise für Rückversicherung sind zuletzt stark gestiegen. Werden sie wieder günstiger, wächst der Gewinn langsamer.
  • Sonderdividende: Ein Teil der früheren Ausschüttungen war freiwillig und schwankt. Wer die Rendite berechnet, sollte das berücksichtigen.

Mein Fazit

Hannover Rück bietet eine ähnlich starke Kombination wie die Münchener Rück: hohe Rendite, niedrige Ausschüttungsquote und kräftiges Wachstum. Der Unterschied liegt vor allem in der Größe und darin, dass Hannover Rück noch stärker auf das reine Rückversicherungsgeschäft konzentriert ist. Wer beide Werte hält, setzt zweimal auf dieselbe Branche und dieselben Risiken.

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Hannover Rück, Münchener Rück und Allianz im direkten Vergleich.

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Münchener-Rück-Dividende: Historie, Rendite und Ausblick

Münchener-Rück-Dividende 2026: 24 Euro je Aktie

Keine DAX-Aktie zahlt eine höhere Dividende je Aktie als die Münchener Rück: 24 Euro gab es im Mai 2026. In meinem Dividenden-Score für den DAX landet der Rückversicherer mit 89 von 100 Punkten weit vorne. Hier schaue ich mir die Dividende genauer an.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 24,00 Euro (Vorjahr 20,00 Euro, ein Plus von 20 Prozent)
  • Hauptversammlung: 29. April 2026
  • Ex-Tag: 30. April 2026, Zahltag: 5. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4,5 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Hauptversammlung: 29. April 2027

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20157,75 €–
20168,25 €+6,5 %
20178,60 €+4,2 %
20188,60 €±0 %
20199,25 €+7,6 %
20209,80 €+5,9 %
20219,80 €±0 %
202211,00 €+12,2 %
202311,60 €+5,5 %
202415,00 €+29,3 %
202520,00 €+33,3 %
202624,00 €+20,0 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Die Dividende hat sich seit 2015 mehr als verdreifacht, im Schnitt um knapp 11 Prozent pro Jahr. Auffällig ist das Tempo der letzten drei Jahre: Von 11,60 auf 24 Euro in nur drei Schritten. Grund sind stark gestiegene Gewinne, vor allem weil Rückversicherer nach mehreren teuren Schadenjahren deutlich höhere Preise durchsetzen konnten. Gekürzt wurde in diesem Zeitraum nie, auch nicht im Corona-Jahr.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score89 von 100
Dividendenrendite4,55 %
Ausschüttungsquote44 %
Dividendenwachstum21,5 % p. a.
KGV11,7
Stand: 14. Oktober 2026.

Mit einer Ausschüttungsquote von 44 Prozent zahlt die Münchener Rück weniger als die Hälfte ihres Gewinns aus. Das ist ein komfortabler Puffer für ein Jahr mit hohen Katastrophenschäden. Dazu kommen regelmäßige Aktienrückkäufe, die die Zahl der Aktien verringern.

Die Risiken

  • Großschäden: Erdbeben, Hurrikans oder Überschwemmungen sind das Kerngeschäft eines Rückversicherers. Ein Jahr mit mehreren Großkatastrophen kann den Gewinn stark drücken.
  • Preiszyklus: Nach einigen ruhigen Jahren drängen oft neue Anbieter in den Markt, und die Preise für Rückversicherung sinken wieder. Das bremst dann das Gewinnwachstum.
  • Kapitalanlagen: Ein Crash an den Anleihe- oder Aktienmärkten belastet das Anlageergebnis.

Mein Fazit

Die Münchener Rück kombiniert eine Rendite von rund viereinhalb Prozent mit einem außergewöhnlich starken Dividendenwachstum und einer niedrigen Ausschüttungsquote. Dass die Dividende zuletzt so schnell gestiegen ist, wird sich nicht ewig fortsetzen, aber die Basis ist solide. Wer schon die Allianz oder Hannover Rück im Depot hat, sollte auf das Gewicht der Versicherungswerte achten.

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Wie schlägt sich die Münchener Rück im Vergleich zu den anderen DAX-Werten?

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Alle Termine findest du im DAX-Dividendenkalender, und was die Dividende für dein Depot bedeutet, rechnest du im Dividenden-Rechner aus.

Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Münchener Rück.

Allianz-Dividende: Historie, Rendite und was für die Zukunft spricht

Allianz-Dividende 2026: 17,10 Euro je Aktie

Wenn ich meinen Dividenden-Score für den DAX berechne, steht ein Name ganz oben: die Allianz mit 94 von 100 Punkten. Grund genug, mir die Dividende des Versicherers genauer anzusehen.

Die Allianz-Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 17,10 Euro (Vorjahr 15,40 Euro, ein Plus von gut 11 Prozent)
  • Hauptversammlung: 7. Mai 2026
  • Ex-Tag: 8. Mai 2026
  • Zahltag: 12. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Zahlung: voraussichtlich Mai 2027 nach der Hauptversammlung

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20156,85 €–
20167,30 €+6,6 %
20177,60 €+4,1 %
20188,00 €+5,3 %
20199,00 €+12,5 %
20209,60 €+6,7 %
20219,60 €±0 %
202210,80 €+12,5 %
202311,40 €+5,6 %
202413,80 €+21,1 %
202515,40 €+11,6 %
202617,10 €+11,0 %
Ausgezahlt jeweils im Mai für das vorangegangene Geschäftsjahr.

In elf Jahren hat sich die Dividende damit um das Zweieinhalbfache erhöht, das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von knapp 9 Prozent pro Jahr. In den letzten fünf Jahren lag das Tempo sogar bei rund 12 Prozent jährlich. Bemerkenswert finde ich das Corona-Jahr: 2021 hat die Allianz die Dividende zwar nicht erhöht, aber eben auch nicht gekürzt, während viele andere Unternehmen ihre Ausschüttung gestrichen haben. Die letzte Kürzung liegt über 15 Jahre zurück, in der Finanzkrise.

Kann sich die Allianz das leisten?

Die wichtigste Frage bei jeder Dividende. Meine Kennzahlen aus dem Dividenden-Check:

Dividenden-Score94 von 100
Dividendenrendite4,07 %
Ausschüttungsquote55 %
Dividendenwachstum12,1 % p. a.
KGV13,0
Stand: 14. Oktober 2026, aus meiner Übersicht der DAX-Dividendenaktien.

Eine Ausschüttungsquote von gut der Hälfte des Gewinns lässt genug Puffer für ein schwächeres Jahr. Zusätzlich gibt die Allianz Geld über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück: 2026 läuft ein Programm über bis zu 2,5 Milliarden Euro. Rückkäufe senken die Zahl der Aktien, sodass sich der Gewinn und damit auch die Dividende auf weniger Anteile verteilen.

Die Risiken, die ich im Blick behalte

  • Naturkatastrophen: Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände werden häufiger und teurer. Ein Jahr mit vielen Großschäden kann den Gewinn spürbar drücken.
  • Kapitalmärkte: Versicherer legen die Beiträge ihrer Kunden an. Ein Börsencrash belastet die Kapitalanlagen und das Asset Management, zu dem auch PIMCO gehört.
  • Zinsen: Steigende Zinsen helfen bei der Neuanlage, schnell fallende Zinsen machen es schwerer, Garantien aus Lebensversicherungen zu erwirtschaften.
  • Bewertung: Nach der starken Entwicklung der letzten Jahre ist die Aktie nicht mehr so günstig wie früher. Eine hohe Rendite auf den Kaufpreis gibt es nur, solange die Dividende weiter steigt.

Mein Fazit

Die Allianz verbindet etwas, das selten ist: eine Rendite von rund 4 Prozent, ein zweistelliges Dividendenwachstum und eine Ausschüttungsquote, die noch Luft lässt. Genau diese Kombination bringt sie in meinem Score an die Spitze des DAX. Ob sie ins eigene Depot passt, hängt davon ab, wie viel Versicherungs- und Finanzwerte man schon hält. Wer bereits Münchener Rück oder Hannover Rück besitzt, sollte auf die Gewichtung achten.

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Wie schneiden Münchener Rück, Deutsche Telekom oder Mercedes-Benz im Vergleich ab?

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Wann die anderen DAX-Konzerne zahlen, steht im DAX-Dividendenkalender. Und was 17,10 Euro je Aktie bei deinem Depot bedeuten, rechnest du im Dividenden-Rechner aus.

Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Allianz SE.

Monatliche Dividende: So bekommst du jeden Monat eine Zahlung

Monatliche Dividende mit drei Quartalsrhythmen

Wer nur deutsche Aktien im Depot hat, kennt das: Im April und Mai regnet es Dividenden, und danach kommt monatelang fast nichts. Das liegt daran, dass deutsche Unternehmen meist nur einmal im Jahr nach ihrer Hauptversammlung zahlen. In meinem DAX-Dividendenkalender fließen allein im Mai 22 von 39 Dividenden, von August bis Januar keine einzige.

Wenn du lieber jeden Monat eine Zahlung sehen willst, geht das mit einem einfachen Bauplan.

Der Trick: drei Quartalsrhythmen

US-Unternehmen zahlen fast immer vierteljährlich. Im S&P 500 sind es 392 von 401 Dividendenzahlern. Ihre Ex-Tage folgen einem von drei Rhythmen:

RhythmusEx-MonateBeispiele aus dem S&P 500
AJanuar · April · Juli · OktoberProcter & Gamble, Accenture, Colgate-Palmolive, Zoetis, Lowe’s, PNC
BFebruar · Mai · August · NovemberJohnson & Johnson, Microsoft, Chevron, NextEra Energy, Target, Snap-on
CMärz · Juni · September · DezemberMcDonald’s, Coca-Cola, PepsiCo, Home Depot, UnitedHealth, ADP
Zuordnung nach den Ex-Tagen aus meinem S&P-500-Dividendenkalender. Die Beispiele sind keine Kaufempfehlung.

Wer aus jedem Rhythmus mindestens ein Unternehmen hält, bekommt in jedem Monat eine Dividende. Mit zwei oder drei Werten pro Rhythmus wird das Ganze robuster, falls ein Unternehmen seine Dividende einmal kürzt.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Tabelle richtet sich nach dem Ex-Tag. Die Auszahlung selbst kommt einige Tage bis wenige Wochen später und kann deshalb in den Folgemonat rutschen. Für die Planung ist das egal, solange alle drei Rhythmen vertreten sind.

Und was ist mit Aktien, die monatlich zahlen?

Im S&P 500 gibt es nur drei echte Monatszahler, alle aus dem Immobilienbereich: Realty Income, Healthpeak Properties und UDR. Ihre Renditen liegen bei fünf bis sechs Prozent. Das klingt bequem, aber ein Depot nur aus Immobilienwerten wäre sehr einseitig und hängt stark an den Zinsen. Ich sehe sie deshalb höchstens als Beimischung, nicht als Fundament.

Deutsche und US-Aktien kombinieren

Am besten funktioniert für mich die Kombination: Deutsche Werte liefern die großen Zahlungen im Frühjahr, die US-Quartalszahler füllen die übrigen Monate. Wer zusätzlich Werte aus MDAX und SDAX beimischt, verlängert die deutsche Saison bis in den Juli.

Was du bei US-Dividenden beachten musst

  • Quellensteuer: Die USA behalten 15 Prozent ein, wenn das Formular W-8BEN bei deinem Broker hinterlegt ist. Diese 15 Prozent werden auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet. Mehr unter Quellensteuer.
  • Währung: Die Dividende kommt in Dollar und wird in Euro umgerechnet. Schwankt der Kurs, schwankt auch deine Zahlung in Euro.
  • Gebühren: Manche Banken verlangen Gebühren für Dividendengutschriften aus dem Ausland. Bei vielen kleinen Zahlungen lohnt ein Blick ins Preisverzeichnis.
  • Qualität vor Termin: Ein Unternehmen nur wegen seines Zahlungsmonats zu kaufen, ist keine gute Idee. Zuerst muss die Aktie überzeugen, dann kommt der Kalender.

Alle Termine

Ex-Tage aller 401 Dividendenzahler im S&P 500

Im Kalender siehst du für jede Aktie, zu welchem Rhythmus sie gehört und wann der nächste Ex-Tag ist.

Zum S&P-500-Kalender →

Wie viel Kapital du für eine bestimmte monatliche Dividende brauchst, rechne ich im Artikel 100, 500 oder 1.000 Euro Dividende im Monat vor, oder du nutzt direkt den Dividenden-Rechner.

Keine Anlageberatung. Die genannten Unternehmen dienen nur als Beispiele für die Zahlungsrhythmen.

100, 500 oder 1.000 Euro Dividende im Monat: So viel Kapital brauchst du

Wie viel Kapital für Dividende im Monat

Jeden Monat Geld aufs Konto, ohne dafür zu arbeiten: Das ist für viele der Grund, mit Dividendenaktien anzufangen. Aber wie viel Kapital braucht man dafür wirklich? Ich habe es für 100, 250, 500 und 1.000 Euro im Monat durchgerechnet, und zwar nach Steuern. Denn genau da liegt der Unterschied, den viele Rechnungen im Netz unterschlagen.

Die kurze Antwort

Bei einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent brauchst du für 100 Euro netto im Monat rund 36.000 Euro, für 500 Euro rund 223.000 Euro und für 1.000 Euro rund 455.000 Euro. Dabei ist der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro für Alleinstehende schon berücksichtigt.

Die Tabelle: Kapital nach Rendite und Wunsch-Dividende

Netto pro Monatbei 2,5 % Renditebei 3,5 % Renditebei 4,5 % Rendite
100 €51.000 €36.000 €28.000 €
250 €149.000 €106.000 €83.000 €
500 €312.000 €223.000 €173.000 €
1.000 €638.000 €455.000 €354.000 €
Gerundet. Annahmen: 26,375 % Abgeltungsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer, Sparer-Pauschbetrag 1.000 € (Single) über einen Freistellungsauftrag genutzt.

Du siehst sofort: Die ersten 100 Euro im Monat sind vergleichsweise günstig, weil sie fast komplett in den Pauschbetrag fallen. Danach schlägt die Steuer voll zu, und jeder weitere Euro netto kostet deutlich mehr Kapital. Verheiratete haben mit 2.000 Euro Pauschbetrag einen doppelt so großen steuerfreien Bereich.

Warum ich nicht einfach mit 6 Prozent rechne

Mit einer höheren Rendite schrumpft das benötigte Kapital schnell. Mit 6 oder 7 Prozent sähe die Tabelle viel freundlicher aus. Das Problem: So hohe Renditen entstehen oft, weil der Kurs einer Aktie gefallen ist und der Markt mit einer Dividendenkürzung rechnet. In meiner Auswertung der 96 Aktien mit über 4 Prozent Rendite hat gut jede vierte ihre Dividende zuletzt sogar gesenkt.

Ein Depot mit 3 bis 4 Prozent Rendite aus soliden Unternehmen halte ich für realistisch. Der Durchschnitt im DAX liegt bei rund 2,5 Prozent.

Wie lange dauert es, bis ich dort bin?

Kaum jemand hat 200.000 Euro einfach so auf dem Konto. Der realistische Weg ist ein Sparplan, bei dem die Dividenden immer wieder angelegt werden. Ein Beispiel aus meinem Rechner:

  • 10.000 Euro Startkapital
  • 250 Euro Sparrate pro Monat
  • 3 Prozent Dividendenrendite, Dividende und Kurs wachsen jährlich um 5 Prozent
  • Dividenden nach Steuern werden wieder angelegt

Nach 20 Jahren hast du 70.000 Euro selbst eingezahlt, das Depot ist im Modell aber rund 185.000 Euro wert und zahlt etwa 340 Euro netto im Monat. Das ist der Zinseszinseffekt: Die Dividenden kaufen neue Aktien, die selbst wieder Dividenden zahlen. In den letzten Jahren wächst die monatliche Zahlung dadurch deutlich schneller als am Anfang.

Natürlich ist das ein vereinfachtes Modell. Echte Kurse schwanken, und Dividenden können auch gekürzt werden. Als Orientierung, in welcher Größenordnung man denkt, hilft es trotzdem.

Selbst ausrechnen

Deine Zahlen im Dividenden-Rechner

Gib dein Kapital, deine Wunsch-Dividende oder deinen Sparplan ein und sieh sofort, was nach Steuern übrig bleibt.

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Drei Tipps, damit es schneller geht

  1. Freistellungsauftrag einrichten: Ohne ihn zieht die Bank sofort Steuern ab, auch auf die ersten 1.000 Euro. Mehr dazu unter Abgeltungsteuer und Freistellungsauftrag.
  2. Auf Dividendenwachstum achten: Ein Unternehmen, das seine Dividende jedes Jahr um 8 bis 10 Prozent erhöht, verdoppelt sie in sieben bis neun Jahren. Das bringt langfristig oft mehr als eine hohe Startrendite.
  3. Zahltermine verteilen: Deutsche Aktien zahlen fast alle im Frühjahr. Mit US-Aktien, die vierteljährlich ausschütten, kommt das Geld über das ganze Jahr. Wann was fließt, zeigen meine Dividendenkalender.

Alle Berechnungen sind vereinfachte Modellrechnungen und keine Anlage- oder Steuerberatung.