Mit 50 € im Monat an die Börse: So fängst du heute an – in 4 Schritten

„Ich habe zu wenig Geld für die Börse.“ Diesen Satz habe ich selbst lange gedacht. Dabei ist das Gegenteil richtig: Gerade mit kleinen Beträgen lohnt sich ein früher Start, weil die Zeit für dich arbeitet. Hier zeige ich dir, wie du mit 50 € im Monat anfängst.

Was aus 50 € im Monat werden kann

NachEingezahltDepotwert bei 6 %
10 Jahren6.000 €8.194 €
20 Jahren12.000 €23.102 €
30 Jahren18.000 €50.226 €
40 Jahren24.000 €99.575 €
50 € Sparrate pro Monat, 6 % Rendite pro Jahr, monatlich verzinst. Beispielrechnung ohne Steuern und Kosten.

Nach 30 Jahren hast du nur 18.000 € selbst eingezahlt – mehr als 32.000 € sind Erträge. Und je länger du dabeibleibst, desto stärker wird dieser Effekt. Warum das so ist, erkläre ich in Die ersten 100.000 € sind die schwersten.

Schritt 1: Erst der Notgroschen

Bevor du investierst, leg drei Monatsausgaben auf ein Tagesgeldkonto. Geht die Waschmaschine kaputt oder kommt eine hohe Nachzahlung, musst du dann nicht im schlechtesten Moment Aktien verkaufen.

Schritt 2: Ein günstiges Depot eröffnen

Achte vor allem auf zwei Dinge: kostenlose Sparpläne und niedrige Ordergebühren. Bei kleinen Beträgen fressen Kosten sonst einen großen Teil deiner Rendite auf. Die Eröffnung dauert online meist nur eine Viertelstunde.

Schritt 3: Einen Sparplan einrichten

Für den Anfang ist ein breit gestreuter ETF eine gute Basis: Mit einer einzigen Rate bist du an Hunderten oder Tausenden Unternehmen beteiligt. Einzelne Dividendenaktien können später dazukommen, wenn du dich besser auskennst. Wie ich Aktien bewerte, siehst du in meinem Dividenden-Check.

Schritt 4: Freistellungsauftrag und Geduld

Richte direkt einen Freistellungsauftrag ein, damit bis zu 1.000 € Erträge im Jahr steuerfrei bleiben. Und dann das Schwerste: nicht jeden Tag ins Depot schauen. Kurse schwanken, manchmal stark. Wer in schlechten Phasen einfach weiterspart, kauft günstiger ein.

Die häufigsten Anfängerfehler

  • Auf den perfekten Einstiegszeitpunkt warten – den gibt es nicht.
  • Ständig die Strategie wechseln, weil gerade ein anderer Trend angesagt ist.
  • Im ersten Crash panisch verkaufen.
  • Geld investieren, das man in den nächsten Jahren braucht.

Einige davon habe ich selbst gemacht. Welche Lektionen ich in 17 Jahren an der Börse gelernt habe, steht in Vom Bäcker zum Dividendeninvestor.

Und du? Wie viel legst du monatlich zurück? Egal ob 25 € oder 500 € – schreib es mir in die Kommentare.

Erst mal verstehen

14 Börsenbegriffe einfach erklärt

ETF, Dividende, Ex-Tag und mehr – ohne Fachchinesisch.

Zu den Begriffen →

Keine Anlageberatung. Beispielrechnung ohne Steuern, Kosten und Inflation. Renditen an der Börse schwanken, Verluste sind möglich.