Münchener-Rück-Dividende: Historie, Rendite und Ausblick

Münchener-Rück-Dividende 2026: 24 Euro je Aktie

Keine DAX-Aktie zahlt eine höhere Dividende je Aktie als die Münchener Rück: 24 Euro gab es im Mai 2026. In meinem Dividenden-Score für den DAX landet der Rückversicherer mit 89 von 100 Punkten weit vorne. Hier schaue ich mir die Dividende genauer an.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 24,00 Euro (Vorjahr 20,00 Euro, ein Plus von 20 Prozent)
  • Hauptversammlung: 29. April 2026
  • Ex-Tag: 30. April 2026, Zahltag: 5. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4,5 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Hauptversammlung: 29. April 2027

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20157,75 €–
20168,25 €+6,5 %
20178,60 €+4,2 %
20188,60 €±0 %
20199,25 €+7,6 %
20209,80 €+5,9 %
20219,80 €±0 %
202211,00 €+12,2 %
202311,60 €+5,5 %
202415,00 €+29,3 %
202520,00 €+33,3 %
202624,00 €+20,0 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Die Dividende hat sich seit 2015 mehr als verdreifacht, im Schnitt um knapp 11 Prozent pro Jahr. Auffällig ist das Tempo der letzten drei Jahre: Von 11,60 auf 24 Euro in nur drei Schritten. Grund sind stark gestiegene Gewinne, vor allem weil Rückversicherer nach mehreren teuren Schadenjahren deutlich höhere Preise durchsetzen konnten. Gekürzt wurde in diesem Zeitraum nie, auch nicht im Corona-Jahr.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score89 von 100
Dividendenrendite4,55 %
Ausschüttungsquote44 %
Dividendenwachstum21,5 % p. a.
KGV11,7
Stand: 14. Oktober 2026.

Mit einer Ausschüttungsquote von 44 Prozent zahlt die Münchener Rück weniger als die Hälfte ihres Gewinns aus. Das ist ein komfortabler Puffer für ein Jahr mit hohen Katastrophenschäden. Dazu kommen regelmäßige Aktienrückkäufe, die die Zahl der Aktien verringern.

Die Risiken

  • Großschäden: Erdbeben, Hurrikans oder Überschwemmungen sind das Kerngeschäft eines Rückversicherers. Ein Jahr mit mehreren Großkatastrophen kann den Gewinn stark drücken.
  • Preiszyklus: Nach einigen ruhigen Jahren drängen oft neue Anbieter in den Markt, und die Preise für Rückversicherung sinken wieder. Das bremst dann das Gewinnwachstum.
  • Kapitalanlagen: Ein Crash an den Anleihe- oder Aktienmärkten belastet das Anlageergebnis.

Mein Fazit

Die Münchener Rück kombiniert eine Rendite von rund viereinhalb Prozent mit einem außergewöhnlich starken Dividendenwachstum und einer niedrigen Ausschüttungsquote. Dass die Dividende zuletzt so schnell gestiegen ist, wird sich nicht ewig fortsetzen, aber die Basis ist solide. Wer schon die Allianz oder Hannover Rück im Depot hat, sollte auf das Gewicht der Versicherungswerte achten.

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Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Münchener Rück.