Über viele Jahre galt BASF als Musterbeispiel für eine verlässliche Dividende: Jahr für Jahr ein paar Cent mehr, nie eine Kürzung. Das änderte sich 2025, als der Chemiekonzern die Dividende von 3,40 auf 2,25 Euro senkte. In meinem Dividenden-Score für den DAX kommt BASF heute nur noch auf 66 Punkte.
Die Dividende 2026 auf einen Blick
- Dividende je Aktie: 2,25 Euro (unverändert zum Vorjahr)
- Hauptversammlung: 30. April 2026
- Ex-Tag: 4. Mai 2026, Zahltag: 6. Mai 2026
- Dividendenrendite: rund 4,4 Prozent (Stand Oktober 2026)
- Zusage: mindestens 2,25 Euro je Aktie pro Jahr bis 2028
Die Dividendenhistorie seit 2015
| Zahlungsjahr | Dividende je Aktie | Veränderung |
|---|---|---|
| 2015 | 2,80 € | – |
| 2016 | 2,90 € | +3,6 % |
| 2017 | 3,00 € | +3,4 % |
| 2018 | 3,10 € | +3,3 % |
| 2019 | 3,20 € | +3,2 % |
| 2020 | 3,30 € | +3,1 % |
| 2021 | 3,30 € | ±0 % |
| 2022 | 3,40 € | +3,0 % |
| 2023 | 3,40 € | ±0 % |
| 2024 | 3,40 € | ±0 % |
| 2025 | 2,25 € | −33,8 % |
| 2026 | 2,25 € | ±0 % |
Interessant ist der Verlauf vor der Kürzung: Schon ab 2022 stagnierte die Dividende bei 3,40 Euro, obwohl die Gewinne bereits deutlich gefallen waren. BASF hat die Ausschüttung damals länger gehalten, als es das Geschäft eigentlich hergab. Für Anleger ist das ein wichtiges Warnsignal: Eine Dividende, die jahrelang nicht mehr steigt, während die Gewinne sinken, ist oft der Vorbote einer Kürzung.
Die neue Dividendenpolitik
Seit 2025 verfolgt BASF ein neues Modell: Für die Jahre 2025 bis 2028 will der Konzern mindestens 12 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückgeben. Davon sollen rund 8 Milliarden Euro über die Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie fließen, der Rest über Aktienrückkäufe. Die 2,25 Euro sind damit vorerst die Untergrenze.
Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check
| Dividenden-Score | 66 von 100 |
| Dividendenrendite | 4,39 % |
| Ausschüttungsquote | 35 % |
| Dividendenwachstum | −9,8 % p. a. |
| KGV | 18,5 |
Die Risiken
- Energiekosten: Der Stammsitz Ludwigshafen braucht riesige Mengen Gas. Hohe Energiepreise in Europa belasten BASF stärker als Wettbewerber in den USA oder im Nahen Osten.
- Konjunktur: Chemie steckt in fast allen Produkten. Schwächelt die Industrie, etwa die Autobranche, sinkt die Nachfrage sofort.
- Umbau: BASF baut Anlagen in Deutschland ab und investiert stark in China. Ob sich das auszahlt, wird sich erst in einigen Jahren zeigen.
Mein Fazit
Nach der Kürzung ist die Dividende von BASF solider abgesichert als vorher: Die Ausschüttungsquote liegt bei nur noch 35 Prozent, und es gibt eine klare Mindestzusage bis 2028. Ein Dividendenwachstumswert ist BASF damit aber vorerst nicht mehr. Wer auf steigende Ausschüttungen setzt, findet im DAX bessere Kandidaten. Wer eine stabile Rendite von gut 4 Prozent sucht und an eine Erholung der Chemie glaubt, kann BASF genauer prüfen.
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Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der BASF SE.

