Mercedes-Benz-Dividende: Hohe Rendite, aber sinkende Ausschüttung

Mit knapp 9 Prozent hat Mercedes-Benz die höchste Dividendenrendite im DAX. Auf den ersten Blick ein Traum für Dividendenanleger. In meinem Dividenden-Score für den DAX landet der Autobauer trotzdem nur bei 77 Punkten, hinter Werten mit halb so hoher Rendite. Hier zeige ich, warum.

Die Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 3,50 Euro (Vorjahr 4,30 Euro, ein Minus von knapp 19 Prozent)
  • Hauptversammlung: 16. April 2026
  • Ex-Tag: 17. April 2026, Zahltag: 21. April 2026
  • Dividendenrendite: knapp 9 Prozent (Stand Oktober 2026)

Die Dividendenhistorie seit 2017

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20173,25 €–
20183,65 €+12,3 %
20193,25 €−11,0 %
20200,90 €−72,3 %
20211,35 €+50,0 %
20225,00 €+270,4 %
20235,20 €+4,0 %
20245,30 €+1,9 %
20254,30 €−18,9 %
20263,50 €−18,6 %
Ausgezahlt jeweils im Frühjahr für das vorangegangene Geschäftsjahr. Bis 2021 als Daimler AG.

Die Tabelle zeigt das Grundproblem: Die Dividende von Mercedes-Benz folgt eng dem Gewinn, und der schwankt in der Autoindustrie stark. Im Corona-Jahr 2020 brach sie um über 70 Prozent ein. Nach den Rekordjahren 2021 bis 2023, als knappe Chips und hohe Preise die Margen in die Höhe trieben, sinkt sie seit 2025 wieder. Ende 2021 hat der Konzern außerdem sein Lkw-Geschäft als Daimler Truck abgespalten, deshalb sind die Jahre davor nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Kennzahlen aus meinem Dividenden-Check

Dividenden-Score77 von 100
Dividendenrendite8,91 %
Ausschüttungsquote66 %
KGV6,5
Stand: 14. Oktober 2026.

Warum die Rendite so hoch ist

Eine Rendite von fast 9 Prozent bei einem KGV von 6,5 heißt: Die Börse traut den aktuellen Gewinnen nicht. Die Gründe kennt jeder, der die Autobranche verfolgt:

  • China: Der wichtigste Einzelmarkt für Mercedes ist hart umkämpft, chinesische Hersteller setzen den deutschen Premiummarken stark zu.
  • Elektro-Umstieg: Neue Plattformen und Batteriefabriken kosten Milliarden, während die Margen bei Elektroautos bisher niedriger sind.
  • Zölle und Handelskonflikte: Mercedes exportiert viel, unter anderem in die USA. Höhere Zölle drücken direkt auf den Gewinn.

Mein Fazit

Mercedes-Benz ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum ich nicht nach der höchsten Rendite sortiere. Die Dividende ist hoch, aber sie ist in den letzten zwei Jahren gesunken und hängt stark an einer zyklischen Branche. Wer hier kauft, sollte nicht mit 3,50 Euro als Untergrenze rechnen. Mehr zum Thema in meiner Übersicht Hohe Dividende oder Dividendenfalle?

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Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Mercedes-Benz Group AG.

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