Allianz-Dividende: Historie, Rendite und was für die Zukunft spricht

Wenn ich meinen Dividenden-Score für den DAX berechne, steht ein Name ganz oben: die Allianz mit 94 von 100 Punkten. Grund genug, mir die Dividende des Versicherers genauer anzusehen.

Die Allianz-Dividende 2026 auf einen Blick

  • Dividende je Aktie: 17,10 Euro (Vorjahr 15,40 Euro, ein Plus von gut 11 Prozent)
  • Hauptversammlung: 7. Mai 2026
  • Ex-Tag: 8. Mai 2026
  • Zahltag: 12. Mai 2026
  • Dividendenrendite: rund 4 Prozent (Stand Oktober 2026)
  • Nächste Zahlung: voraussichtlich Mai 2027 nach der Hauptversammlung

Die Dividendenhistorie seit 2015

ZahlungsjahrDividende je AktieVeränderung
20156,85 €–
20167,30 €+6,6 %
20177,60 €+4,1 %
20188,00 €+5,3 %
20199,00 €+12,5 %
20209,60 €+6,7 %
20219,60 €±0 %
202210,80 €+12,5 %
202311,40 €+5,6 %
202413,80 €+21,1 %
202515,40 €+11,6 %
202617,10 €+11,0 %
Ausgezahlt jeweils im Mai für das vorangegangene Geschäftsjahr.

In elf Jahren hat sich die Dividende damit um das Zweieinhalbfache erhöht, das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von knapp 9 Prozent pro Jahr. In den letzten fünf Jahren lag das Tempo sogar bei rund 12 Prozent jährlich. Bemerkenswert finde ich das Corona-Jahr: 2021 hat die Allianz die Dividende zwar nicht erhöht, aber eben auch nicht gekürzt, während viele andere Unternehmen ihre Ausschüttung gestrichen haben. Die letzte Kürzung liegt über 15 Jahre zurück, in der Finanzkrise.

Kann sich die Allianz das leisten?

Die wichtigste Frage bei jeder Dividende. Meine Kennzahlen aus dem Dividenden-Check:

Dividenden-Score94 von 100
Dividendenrendite4,07 %
Ausschüttungsquote55 %
Dividendenwachstum12,1 % p. a.
KGV13,0
Stand: 14. Oktober 2026, aus meiner Übersicht der DAX-Dividendenaktien.

Eine Ausschüttungsquote von gut der Hälfte des Gewinns lässt genug Puffer für ein schwächeres Jahr. Zusätzlich gibt die Allianz Geld über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück: 2026 läuft ein Programm über bis zu 2,5 Milliarden Euro. Rückkäufe senken die Zahl der Aktien, sodass sich der Gewinn und damit auch die Dividende auf weniger Anteile verteilen.

Die Risiken, die ich im Blick behalte

  • Naturkatastrophen: Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände werden häufiger und teurer. Ein Jahr mit vielen Großschäden kann den Gewinn spürbar drücken.
  • Kapitalmärkte: Versicherer legen die Beiträge ihrer Kunden an. Ein Börsencrash belastet die Kapitalanlagen und das Asset Management, zu dem auch PIMCO gehört.
  • Zinsen: Steigende Zinsen helfen bei der Neuanlage, schnell fallende Zinsen machen es schwerer, Garantien aus Lebensversicherungen zu erwirtschaften.
  • Bewertung: Nach der starken Entwicklung der letzten Jahre ist die Aktie nicht mehr so günstig wie früher. Eine hohe Rendite auf den Kaufpreis gibt es nur, solange die Dividende weiter steigt.

Mein Fazit

Die Allianz verbindet etwas, das selten ist: eine Rendite von rund 4 Prozent, ein zweistelliges Dividendenwachstum und eine Ausschüttungsquote, die noch Luft lässt. Genau diese Kombination bringt sie in meinem Score an die Spitze des DAX. Ob sie ins eigene Depot passt, hängt davon ab, wie viel Versicherungs- und Finanzwerte man schon hält. Wer bereits Münchener Rück oder Hannover Rück besitzt, sollte auf die Gewichtung achten.

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Wann die anderen DAX-Konzerne zahlen, steht im DAX-Dividendenkalender. Und was 17,10 Euro je Aktie bei deinem Depot bedeuten, rechnest du im Dividenden-Rechner aus.

Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Allianz SE.

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